Georgios Christidis

Georgios Christidis wurde 1951 in Rethymo auf Kreta geboren. Nicht nur sein Vater, sondern auch immer mindestens ein Mitglied vorangegangener Generationen hat sich – soweit man es zurückverfolgen kann – einen Namen als Maler gemacht. Getreu dieser Familientradition verschrieb sich auch Georgios der Kunst.

Von 1969 – 1974 studierte er in Athen und Chania Malerei, davon zwei Jahre mit dem Schwerpunkt Byzantinische Malerei.

In den Jahren 1987 – 1990 nahm er zwecks Vertiefung seiner Kenntnisse an Seminaren und Vorlesungen über Kunstgeschichte und Byzantinische Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Kreta teil – und nicht selten bildete die Kunst Christidis das zentrale Thema dieser Veranstaltungen.

  • 1975 – 2005 (Kirchenmalerei)
    • Klosterkirche von Arsani
    • Märtyrer-Kirche in Rethymo
    • Ag. Georgios-Kirche in Rethymo
    • Ag. Paraskevi-Kirche in Plakias (Südkreta)
    • Dreifaltigkeitskirche in Mariou (Südkreta)
    • Ag. Panteleimonas-Kirche (Rethymo)
    • Marienkirche (Rethymo)
    • Wandbild an der kath. Kirche von Rethymo
    • Zur Zeit: Ag. Panteleimonas (Athen)
  • 1995 – 1999 Märtyrer-Kirche (Rethymo)
    Gemälde auf Leinwand und Ikonen für Kirchenräume und Altarwände auf Kreta und in Griechenland
    Ausstellungen (Gemälde und Ikonen)
  • 1975 Gruppenausstellung kretischer Künstler
  • 1981 Einzelausstellung in der Galerie Anderson in Brabant und in Kopenhagen
  • 1991 – 1993 mehrere Ausstellungsbeteiligungen in Senden (Ulm)
  • 1993 Einzelausstellung Deutsche Bank, Würzburg
  • 1995 Einzelausstellung in der Domschatzkammer im Historischen Museum der Pfalz, Speyer
  • 1997 Einzelausstellung OK-Salon, Schifferstadt
  • 1997 Einzelausstellung Kunsthaus Ressmann, Mannheim
  • 1999 Galerie Nisters, Speyer
  • 2005 Teilnahme an der Jahresausstellung des Künstlerbundes „brücke“ in Senden (Ulm)
  • 2005/06  Einzelausstellung im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen


Im Laufe der Jahre ist im In– und Ausland das künstlerische Ansehen Georgios Christidis‘ stark angewachsen. Dies beruht nicht nur auf die diversen Ausmalungen und Ausstattungen von Kirchenräumen, sondern besonders auch auf die große Zahl seiner Gemälde und Zeichnungen sowie seiner vielen Ikonen, die nicht selten ihren Besitzer weit über die Grenzen Griechenlands hinaus gefunden haben.
Georgios Christidis Werke sind das Ergebnis seiner Empfindungen, seiner Überlegungen und seiner geistigen Suche. Er steht in der Tradition der Byzantinischen Kunst, überwindet jedoch die strengen Regeln innerhalb eines festgesteckten Rahmens, der diese Kunst lange Zeit beherrschte und die Künstler dahingehend einengte, sich auf genaues Kopieren von originalen Vorbildern zu beschränken. Ein großes Anliegen ist es ihm, das schöpferische Element in der Byzantinischen Kunst freizulegen und somit von den starren Vorschriften zu befreien. Viele seiner Werke geben mit großem Erfolg alle charakteristischen Elemente dieser traditionellen Kunstrichtung wieder, übersetzt jedoch in das Wesen unserer Zeit. Erwähnt seien die leuchtenden, festlichen Farben, die kräftig und zart zugleich erscheinen, die Streckung der Gestalten mit gleichzeitiger Idealisierung der Körper sowie die Religiosität und der mystische Geist. In vielen Bildern Christidis‘ sind – oft nur schemenhaft angedeutet – Reste des in der byzantinischen Malerei üblichen architektonischen Rahmens und Hintergrunds auszumachen. Diese Charakteristika der überlieferten Kunst werden erweitert durch die persönliche Fähigkeit des Künstlers. Er vermag den Bewegungen der Gestalten – ob Mensch, Prophet oder Engel – Anmut zu verleihen und empfindsame, jedoch spannungsreiche Bildkompositionen zu schaffen, die befreit sind von den Fesseln des Konservativen der überlieferten byzantinischen Vorbilder. Auf diese Weise schafft Georgios Christidis eine avantgardistische zeitgenössische griechische Malerei.
Bewegung, Gestik und Ausstrahlung seiner Protagonisten nehmen eine zentrale Stellung im Werk des Künstlers ein. Er glaubt an den Menschen – und nicht zuletzt ist dies der Grund, weshalb er immer die Darstellung der Person oder der Personengruppe in den Vordergrund des Bildes rückt.
„Für mich ist die Frau etwas Unendliches. Aber die heutige Frau ist natürlich, wie wir alle, verloren in dem Versuch, Fundamente da zu errichten, wo alles ohne Fundamente ist.“ So äußerte sich der Maler Georgios Christidis, und an anderer Stelle heißt es: „Der Bezug zum Erhabenen und zur Anmut macht den Menschen schöpferisch. Das ist die doppelte Empfindung, die ich in meine Welt bringe und weitergeben will.“

Tel. 0030-6977589428  Γεώργιος Χρηστίδης, Στρ. Κάμπελ 14, 74100 Ρέθυμνο, Κρήτη